In den USA sind 13 Personen an den Folgen einer Listeriose, d.h. einer durch Listeria monocytogenes verursachten Bakterienerkrankung gestorben.
Bei Listerien handelt es sich um Bakterien, die weitverbreitet in der Umwelt vorkommen. So findet man Sie z. B. beispielsweise im Erdboden, in Oberflächengewässern, Abwässern, auf Pflanzen und im Verdauungstrakt von Tieren.
Der überwiegende Teil der Infektionen bei Mensch und Tier geschieht durch die oben genannte Spezies L. monocytogenes. Wobei hier oft nicht der direkte Kontakt mit infizierten Tieren Auslöser ist, sondern kontaminierte Lebensmittel. Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch oder rohes Fleisch können schon beim Melken oder Schlachten verunreinigt werden. Auch Gemüse und Salat können verunreinigt sein.
Die Erkrankung – Listeriose – ist mit etwa 500 gemeldeten Fällen pro Jahr in Deutschland eher selten, zeichnet sich aber durch einen oft schweren Verlauf aus. Die Symptome variieren je nach Gesundheitszustand, von leichten, grippeähnlichen Symptomen bei ansonsten gesunden Erwachsenen bis zu schweren Hirnhaut- und Gehirnentzündungen bei Menschen mit geschwächter Immunabwehr. Für diese Personengruppe empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) potentiell gefährdende Lebensmittel, wie Räucherfisch, Rohmilch und Rohmilchprodukte, rohes Hackfleisch und Rohwurst nicht zu verzehren. Über den Schutz vor Infektionen mit Listerien klärt das BfR in einem Verbrauchermerkblatt auf. Küchen- und Lebensmittelhygiene ist der goldene Weg zur Prävention von bakteriellen Infektionen für alle Personengruppen.
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